Sitemap

Lieselotte Dietrich beschreibt Beratung in einem Bild:

„Beratung ist wie eine Reise von zwei Menschen, die zufälligerweise aufeinander treffen, an einer Wegkreuzung und sich dann entschließen, eine bestimmte Zeit lang, in die gleiche Richtung zu gehen. Beide bringen sie ihren Rucksack mit unterschiedlichem Inhalt mit. Beide erhoffen sich etwas von der Gemeinsamkeit. Ihr Tempo müssen sie aufeinander abstimmen und sie entscheiden gemeinsam, wann sie sich wieder trennen werden. Jeder geht dann wieder seinen eigenen Weg weiter.“


Aufgaben der Beratung in der Pflege

 

Beratung in der Pflege ist:

  • Informationen geben in fachlichem & helfendem Sinne
  • Klären einer Situation
  • Entscheidungshilfe geben

Eine Beratung findet in der Pflege tagtäglich im Miteinander mit dem Kunden statt. Beratung ist ein dialogischer, ergebnisoffener Prozess, bei dem der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Jedem Kunden, der danach fragt oder der Beratung benötigt wird Beratung zu teil.


Grundlegende Informationen zur Beratung

Pflegedienst mit Herz und HandBeratungsfähigkeit

Grundlage dafür, beraten zu können ist ein fundiertes pflegefachliches Wissen und ein Selbstbewusstsein, auf beratende Weise auf die Kunden und deren Angehörige einzugehen. Zusätzlich zu einer Handlungssicherheit ist jedoch auch eine Reflexionsfähigkeit des Beratenden notwendig. Diese beratende Grundhaltung, in der kein Mensch bevormundet oder zu Entscheidungen beeinflusst wird ist Grundvoraussetzung um qualifiziert beraten zu können.

Ziele der Beratung

Ziel der Beratung unserer Kunden ist, dass diese Pflege und Medizin nicht passiv erleben, sondern in den Pflege- und Heilungsprozess als Partner und Experte seines Krankseins gleichberechtigt mit eingebunden ist. Wir sehen Beratung als Kern der Pflege. Beratung ist ein Meilenstein beim Suchen und Finden von innovativen Ansätzen.

Beratungszeitpunkt

Anders als in anderen Beratungssettings, ergeben sich die Beratungssituationen in der Pflege häufig im täglichen Umgang mit den Kunden. Beratung ist demnach keine neu zu übernehmende Aufgabe und der Pflegende muss den Beratungsbedarf oftmals entdecken, da er von den Kunden nicht eingefordert wird. Dies macht die Beratungstätigkeit oft nicht planbar oder eingrenzbar. Die Grenzen der Beratung, wie der Zeitrahmen oder der Umfang müssen individuell, der Situation und den Rahmenbedingungen gemäß von der Beratenden Pflegekraft gesetzt werden. Wir bieten im Rahmen unserer Pflegevisiten Beratungen zu den Risikobereichen an. Zum Beratungsauftrag gehört auch die Beratung pflegender Angehörige im Rahmen von Beratungsbesuchen nach § 37 Abs. 3 SGB XII.

Beratungsgespräche

„Der Mensch ist die beste Medizin.“
Dieses chinesische Sprichwort macht deutlich, dass in der Behandlung und der Pflege des Menschen nicht die medizinischen oder pflegerischen Maßnahmen alleine den Behandlungserfolg ausmachen, sondern der Mensch an sich der ausschlaggebende Faktor für eine effektive Behandlung ist. Aus diesem Grund sind Beratungsgespräche im Pflegeprozess immer wieder notwendig um den Menschen mit Pflegebedarf oder deren Angehörigen Sicherheit in ihrem Handeln zu geben, sie zu Unterstützen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Ziel von Beratung ist es nicht, ihnen eine Richtung vorzugeben. Die Entscheidung liegt nach einem Beratungsgespräch immer bei dem Beratenen.

Pflegedienst mit Herz und HandPflegeeinsatz nach § 37 Abs.3 SGB XI

Alle Pflegebedürftigen, die anstelle der häuslichen Pflegehilfe den Bezug von Pflegegeld in Anspruch nehmen, müssen bei Pflegestufe 1 und 2 einmal jährlich und bei Pflegestufe 3 einmal vierteljährlich eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung ihrer Wahl in Anspruch nehmen. Diese Leistung wir auch von dem Pflegedienst mit Herz und Hand als Leistung angeboten. Diese Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der Pflegenden.

Beratungsauftrag im Rahmen des Pflegeprozesses

Unseren Beratungsauftrag im Rahmen der pflegerischen Versorgung unserer Kunden nehmen wir sehr ernst. Neben alltäglichen Beratungsleistungen zum optimalen Umgang mit den krankheitsbedingten Einschränkungen unserer Kunden, erfolgen in regelmäßigen Abständen, bspw. im Rahmen von Pflegevisiten, Beratungsgespräche zu den Risikobereichen. Dazu zählen Beratungen zu den Themen:

  • Sturz
  • Dekubitus
  • Kontraktur
  • Flüssigkeitsversorgung
  • Ernährung
  • Kontinenz
  • Demenz
  • Diabetes
  • Schmerz
  • Obstipation
  • Intertrigo

Die Beratung wird durch Pflegekräfte durchgeführt und dokumentiert. Ggf. werden in Absprache mit dem Kunden, seinen Angehörigen oder seinem gesetzlichen Betreuer weitere Maßnahmen, wie bspw. die Hilfsmittelversorgung durch die Pflegekraft eingeleitet.